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Urlaub in Tunesien im Jahr 2000

Tunesien - kurz erklärt
Tunesien - die Geschichte
Tunesien - die Erlebnisse

Fahne von Tunesien

Karte von Tunesien

Tunesien - kurz erklärt

Mit einer Fläche von 163.610 km², das entspricht ungefähr der Hälfte der bundesrepublikanischen Territoriums, ist Tunesien der kleinste der insgesamt drei nordafrikanischen "Maghreb"-Staaten (Algerien, Marokko, Tunesien). In seiner Nord-Süd-Ausdehnung mißt Tunesien bis zu 900 Kilometer, in der Breite hingegen 330 Kilometer. Im Westen grenzt es an Algerien, im Südosten liegt Libyen. Die Hauptstadt heißt Tunis.

Fast 1.300 Kilometer Küstenregion säumen den Mittelmeeranrainer, dessen nördlicher und östlicher Landesteil ein nahezu südeuropäisches Landschaftsbild bieten. Bewaldete Gebirgszüge ebenso wie die teils sandige, teils felsige Küste bestimmen dort das Landschaftsbild. Weiter in den tunesischen Süden vordringend, wechselt die landschaftliche Ausprägung zum typischen "Afrikanischen". Steppen, Salzseen und Oasen werden den Betrachter ebenso in Staunen versetzen wie die Dünenfelder der Sahara.

Rund 8,9 Millionen Tunesier leben heute in dem nordafrikanischen Staat, davon alleine zwei Drittel in Nord- und Mitteltunesien. Die Hauptstadt Tunis verzeichnet schon eine Bevölkerungszahl von 1,9 Millionen und spiegelt somit ein Hauptproblem der sogenannten "Schwellenländer", die Landflucht. Als Urbevölkerung Tunesiens sind die Berber anzusehen, doch ihre nationale Identität vermischte sich im Laufe der Jahrhunderte mit den als Eroberern gekommenen Arabern.

Über 95 % der Bevölkerung bekennen sich zur sunnitischen Glaubensrichtung des Islam, der somit den Stellenwert einer Staatsreligion einnimmt. Die offiziellen Verkehrssprachen sind Arabisch und Französisch, in den Touristenzentren kommen vielmals noch Englisch und Deutsch hinzu.

Tunesien - die Geschichte

Schon in prähistorischen Zeiten war das Gebiet des heutigen Tunesiens nachgewiesenerweise besiedelt. Berber und Numider gelten als Urbevölkerung des Landes und Vorfahren der Tunesier.

Im 12. Jahrhundert vor Christus drangen dann die Phönizier, ein Seefahrervolk aus dem östlichen Mittelmeerraum, bis an die tunesischen Küsten vor und gründeten die ersten Städte und Gemeinden in ihrer neuen Heimat.

Im Jahre 814 v. Chr. wurde das schnell zur Weltmacht aufsteigende Karthago gegründet, das später mit den ebenfalls sehr ehrgeizigen Römern aneinandergeriet. Nach drei Punischen Kriegen (264-241 v. Chr., 218-201 v. Chr. und 149-146 v. Chr.), in deren Verlauf der berühmte Hannibal mit seinem sagenumwobenen Troß die Alpen überquerte, zerstörten römische Truppen die Hauptstadt des Erzfeindes. Sie machten sich die Region als Provinz untertan. Unter römischer Herrschaft stieg das Gebiet des heutigen Tunesiens zu einer der reichsten Provinzen im römischen Imperium auf, was unzählige Bauwerke und Artefakte der Zeit belegen. Nach dem Zusammenbruch des weströmischen Reiches übernahmen alsbald die Araber das Zepter in Nordafrika.

665 n. Chr. führte der Heerführer Sidi Oqba Ibn Nafi seine Truppen erfolgreich in Tunesien ein und gründete die Festungsstadt Kairouan, die sich auch zum religiösen Zentrum entwickelte. Immer wiederkehrende Unruhen der Berberstämme und ständige Machtkämpfe schwächten die Position der arabischen Eroberer. So konnten schließlich die Türken die Oberhand gewinnen und Tunesien wurde ins Osmanische reich eingegliedert.

Die technische Entwicklung Europas in den Zeiten der Industralisierung ließ Tunesien in eine stärker werdende Abhängigkeit geraten, bis auf dem Berliner Kongreß 1878 das Land offiziell Frankreich zugesprochen wurde. An der Seite der franzöischen Kolonialherren durchstand Tunesien zwei Weltkriege, doch die tunesische Bevölkerung nahm die europäische Bevormundung nicht hin.

1957 erhielt Tunesien dann von Frankreich die Souveränität zurück, und es entwickelte sich wie im einstigen Mutterland eine Präsidialdemokratie.

Tunesien - die Erlebnisse von Christine Kerschbaumer

1. TAG - MITTWOCH, 7. JUNI 2000

Gut gelaunt und gestärkt von dem GUTEN ORIGINAL CONDOR-FRÜHSTÜCK kamen wir um 11.00 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen in Monastir an. Unser Urlaubsort befindet sich allerdings ca. 120 Kilometer nördlich von Monastir. Also erstmal in den Landrover und 2 Stunden ohne Klimaanlage durch den tunesischen Verkehr wuzeln. Wenigstens sieht man so gleich mal ein bißchen was vom Land selbst, das uns zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht sehr zusagte, da die Landschaft, je südlicher sie liegt, recht karg und schmutzig ist.

Angenehm überrascht waren wir von unserem gebuchten 4 Sterne-Hotel KHEOPS in Nabeul in arabischen Lettern (Nabeul)

Hotel Kheops in Nabeul

Wir wurden hier gleich herzlich mit einem Begrüßungscocktail empfangen und alle waren sehr nett und zuvorkommend. So gingen wir auch positiv auf die Einladung eines vermeintlich Hotelangestellten ein, der uns anbot uns durch unser Hotel zu führen. Dies war aber ratzfatz in 2 Minuten geschehen. Dafür gab er sich große Mühe uns einen SUPER-Ausflug aufzuschmatzen. Da wir uns noch nicht so gut auskannten, buchten wir.Später kamen uns aber Zweifel, ob wir nicht eventuell über den Tisch gezogen wurden, weil alles so schnell ging. Wir lernten aber am selben Abend noch ein Pärchen aus der Nähe von Augsburg kennen, die auch auf dieses Angebot mit gemischten Gefühlen eingegangen sind , so waren wir wenigstens nicht allein! Mit Susi und Thomas verbrachten wir gleich unseren ersten Abend in der Bar Le Nil, wo wir gleich unsere ALL-INCLUSIVE Buchung genossen.

2. TAG - DONNERSTAG, 8. JUNI 2000

Nach der Infoveranstaltung von Alltours erkundeten wir zusammen mit Susi und Thomas unsere Hotelanlage und die Hotelanlage "LES PYRAMIDES". Im "LES PYRAMIDES" spielten wir ein paar Runden Billiard. Unsere Begleiter haben uns ganz schön die Hosen ausgezogen! Nachdem wir genug hatten, haben wir uns dann wieder in unser Hotel verzogen, und ein "bißchen" Tischtennis gespielt. Nachdem Christian dann keinen Tropfen Wasser mehr im Körper hatte, genossen wir gemeinsam das Abend-Buffet, um danach mal wieder ins Le Nil zu gehen, und kräftig zu bechern!

3. TAG - FREITAG, 9 JUNI 2000

Heute war unser Ausflug. Um 9.00 Uhr wurden wir von einem kleinen Toyota-Bus abgeholt. Zuerst fuhren wir in Nabeul zu einer Moschee, die wir fotografieren konnten, das taten wir auch:

Moschee in Nabeul

Dann gings durch die Straßen und Gassen von Nabeul hinaus zu einer Pferde- und Dromedarfarm. Dort bestiegen wir erstmal unsere Pferde:

Christian auf dem Pferd

Wir ritten dann auf unseren teils lahmen, teils gefräsigen und teils schnellen Pferden durch die tunesische Landschaft, vorbei an Kakteen, Olivenbäumen, Dattelpalmen. Nach einer Rast unter Olivenbäume gings dann auf dem Höcker der Dromedare weiter.Hierbei wurde uns bewußt, warum Dromedare auch "Wüstenschiffe" genannt werden!!

Pferde im Schatten eines Baumes Christine und ich mit Dromedar

Als wir wieder bei der Farm waren, meinten die Tunesier, sie müssen auch aus uns Tunesier machen:

Christian als Tunesier

Susi und Christian ließen sich dazu überreden!!

Anschließend fuhren wir wieder in diesen "spitzen" Toyota-Bus zurück in unser Hotel und erholten uns den restlichen Tag am und im Pool von diesem doch ganz lustigen Ausflug.

Am Abend besuchten wir die Disco in unserem Nachbarhotel, wo eine Hitparade stattfand. War nicht schlecht, aber wir versumpften dann doch wieder in unserer Bar Le Nil, obwohl wir evtl. vorhatten den Schluß der BIG BROTHER - Abschiedsparty anzuschauen. Naja, halb so schlimm, hier wars sowieso feuchtfröhlicher!

4. TAG - SAMSTAG 10. JUNI 2000

Dank RTL2 bekamen wir die BIG BROTHER - Party doch noch mehr oder weniger live mit, da sie am Vormittag gleich die Wiederholung sendeten. Da wir heute viel zu spät aufstanden um zum Frühstück zu gehen schauten wir uns das Ganze gemütlich vom Bett aus an. Danach gingen wir erst mal zum Mittagsbuffet, bevor wir auf der Terrasse mit der kleinen, gepflegten Hotelkatze spielten, die uns den ganzen Urlaub mit ihrem Miauen zu sich hinzog und jedes Mal viele Streicheleinheiten bekam.

Katze im Hotel in Tunesien

5. TAG - SONNTAG 11. JUNI 2000

Gleich nach dem Frühstück gingen wir zusammen mit Susi und Thomas zu einer "Deutschen Exposition Show" (= Kaffeefahrt Lammfellbettenverkauf ). Wir ahnten zwar schon, was auf uns zukommen würde, aber da es am Vormittag war und in unserm Hotel stattfand, saßen wir uns (ganz hinten in der letzten Reihe!!) dazu. Außerdem waren wir heiß auf das versprochene Tunesiensouvinier und auf die Verlosung. Bei unserm Gratisgetränk ließen wir dann das Ganze, zusammen mit vielen älteren Ehepaaren (wir senkten den Altersdurchschnitt extrem!!) über uns ergehen. Nachdem die älteren Herrschaften Ihre Einkäufe getätigt hatten und wir schon halb eingeschlafen waren, wurde die Verlosung gemacht, bei der ausgerechnet wir zwei jungen Paare fett absahnten. Zuerst gewannen wir einen tunesischen Keramikaschenbecher (schaut echt nicht schlecht aus!). Dann durfte Susi Glücksfee spielen und den Gewinner des Hauptpreises (Geld für einen Tagesausflug) ziehen. Prompt zog sie genau ihre Nummer und Susi und Thomas bekamen somit den Hauptpreis!!! Nach diesem erfolgreichen Vormittag genossen wir den restlichen Tag am Pool.

6. TAG - MONTAG 12. Juni 2000

Da es uns am Vormittag schon viel zu heiß war, um am Pool zu liegen, beschlossen wir nun endlich mal die Karten für die Lieben daheimgebliebenen zu schreiben. Wir kauften die Karten bei uns im Hotel und schrieben sie in Rekordgeschwindigkeit um sie dann auch gleich abzuschicken. Nach dieser Erleichterung, kamen wir auf die Idee in den Mappen der anderen Reiseveranstalter nach Tagesausflügen zu schauen. Wir fanden auch gleich einen Halbtagesausflug nach Tunis, Carthago, Sidi Bou Said um einen guten Preis. Da die Reiseleitung der Agentur gerade im Hotel war, buchten wir gleich. Hierbei erfuhren wir gleich von unserem Glück morgen dafür um 6.45 Uhr vor unserm Hotel abgeholt zu werden( sprich 5.00 Uhr aufstehen!!). Den restlichen Tag ließen wir es uns am Pool wieder gut gehen. Ausgerechnet heute wäre es am Abend besonders lustig gewesen, aber wir mußten früher ins Bett um für unseren Ausflug fit zu sein. Mit noch viel Musik von unten (Anton aus Tirol, ...) versuchten wir zu schlafen.

7. TAG - DIENSTAG 13. JUNI 2000

Viel zu früh läutete der Wecker- 5.00 Uhr!!! Aber der tolle Sonnenaufgang ließ das Aufstehen gleich leichter fallen. Noch halb schlafend machten wir uns fertig und gingen gleich um 6.00 Uhr zum Frühstücken. Zu unserer Überraschung waren wir so früh nicht mal alleine, es gibt echt Leute die freiwillig im Urlaub Ihren Tag so früh beginnen! Wir gingen dann noch Geld umtauschen, wobei wir uns am Anfang nicht ganz sicher waren, ob es so früh überhaupt schon möglich war, da der Herr an der Rezeption gerade mal ein müdes GUTEN MORGEN rausbekam und sich dann auf seinen Schreibtisch lag und echt schlief. Wir wurden dann bald abgeholt. Bei unserem "Glück" waren wir fast die Ersten die in den Bus stiegen und mußten/durften eine Rundfahrt durch Nabeul und Hammamet machen, bis alle Teilnehmer eingesammelt waren, so sahen wir wenigstens was von der Umgebung. Zusammen mit vielen französischen Genossen (oje!!) gings dann erst mal auf die Autobahn, die teilweise sogar durch`s Meer führt, Richtung Norden. Durch Tunis hindurch, am Hafen vorbei, kamen wir nach Carthago wo wir erst mal zum ehemaligen Kriegshafen fuhren um Fotos zu machen.

Kriegshafen von Karthago
Hier sieht man diesen Kriegshafen, links oben kann man auch den Gründungshügel mit der Kathedrale erkennen.

Dann gings weiter zur ehemaligen römischen Therme von Carthago:

Therme von Karthago
So sah die Therme aus, als sie die Römer fertiggebaut hatten.

Heute sieht man nur noch Überreste vom Kellergeschoß und teilweise Marmorsäulen vom Erdgeschoß:

Ruine der Therme von Karthago Ruine der Therme von Karthago Ruine der Therme von Karthago Fundstück aus Marmor von der Therme in Karthago

Nachdem wir alles gesehen hatten, fuhren wir weiter nach Sidi Bou Said einem wirklich sehr schönen Ort ganz im Norden am Mittelmeer. Hier bekamen wir ein wenig vom Basarleben in der Medina mit und waren fasziniert von der Schönheit der Umgebung. Hier war alles sauber, die Häuser strahlten in Weiß mit Blau und das Meer leuchtete wunderschön türkis-blau!!!

Markt von Sidi Bou Said Blick aufs Meer bei Sidi Bou Said

Da es nun schon Mittag war und die Sonne nur noch brannte, waren wir ganz froh, wieder in unseren klimatisierten Bus zu steigen und zurück ins Hotel zu fahren. Dort angekommen, erholten wir uns dann den ganzen Nachmittag am Pool von unserem Ausflug.

Am Abend gingen wir dann zusammen mit Susi und Thomas ein letztes Mal zum Abendessen und anschließend wieder in unsere Bar.

8. UND LEIDER LETZTER TAG - MITTWOCH, 14.JUNI 2000

Wir ließen uns noch unser letztes Frühstück schmecken, bevor wir unsere Koffer packten und bis 12.00 Uhr in unserem Zimmer fernsahen und die letzten Momente hier gemütlich genossen. Wir brachten dann unsere Koffer runter und gaben den Schlüssel ab. Die restliche Stunde gingen wir nochmal überall rum, verabschiedeten uns von Susi und Thomas am Pool und tranken nochmal was in der Bar. Die Transfer zurück nach Monastir war viel angenehmer als die zum Hotel, da wir diesmal in einen klimatisierten Bus fuhren. Tja, und dann flogen wir leider wieder Richtung Heimat. Bei unserer Ankunft in München scheinte noch die Sonne, aber es war lang nicht so angenehm warm wie wir es gewohnt waren, es war dann auch noch voll das Gewitter mit starkem Regen - WILLKOMMEN ZUHAUSE!!!!

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Christian Raßmann

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